1999 - Rückblick

Beim 24 Stunden Rennen in Daytona stellen 29 Porsche Sportwagen in den Kategorien GT2 und GT3 bei insgesamt 78 Startern ein großes Kontingent. Rekordhitze und strömender Regen fordern von Teams und Fahrern höchstes fahrerisches Können und Konzentration.

Den heftigen Kampf um den Lorbeer der GT2-Klasse zwischen dem Porsche des Amerikaners Larry Schumacher und dem 911 des Roock Racing Teams mit André Ahrlé, Hubert Haupt, Raffaele Sanguiolo und Dave Warnock entscheidet letzteres Team für sich. Einen Rang vor dem Schumacher Porsche kommt der RSR des Alex Job Racing Teams in das Ziel. Die Amerikaner Kelly Collins, Darryl Havens, Anthony Lazzaro und Cort Wagner sichern mit diesem Erfolg ihren Sieg in der Klasse GT3.

Beim 12 Stunden Rennen in Sebring demonstriert Supercup-Gesamtsieger Patrick Huisman sein Können, als er gemeinsam mit Martin Snow und dessen Ehefrau Melanie auf einem 600 PS starken 911 GT2 den neunten Platz im Gesamtklassement holt und die GTS-Kategorie gewinnt. Zum ersten Mal in der Sebring-Geschichte erringt ein Ehepaar im selben Auto einen Sieg. Kelly Collins, Darryl Havens und Cort Wagner fahren mit ihrem 911 zum Sieg in der Klasse GT3.

Eine Reglementsänderung für das 24 Stunden Rennen von Le Mans bedeutet, dass die im Vorjahr siegreichen 911 GT1 '98 ohne Chance sind.

In der neuen, seriennahen Klasse LM GT geht an der Sarthe mit dem 410 PS starken 911 GT3R erstmals ein Carrera mit einem wassergekühlten 3,6-Liter-6-Zylinder an den Start. Der von Manthey Racing mit Werksunterstützung genannte 911 GT3R gewinnt die Kategorie mit Uwe Alzen, Patrick Huisman und Luca Riccitelli am Steuer. Das US-amerikanische Champion-Team holt mit dem zweiten neuen GT3R Platz zwei der Klasse.

Zwar kann Porsche beim 24 Stunden Marathon auf der Nürburgring-Nordschleife wegen eines Turbo-Verbots nicht um den Gesamtsieg fahren, aber Jürgen Alzen, Jürgen von Gartzen, Ulrich Richter und Markus Östreich holen den Sieg in der Klasse A6 sowie den zweiten Platz in der Gesamtwertung.

Der Amerikaner Don Panoz initiiert und organisiert die American Le Mans Series als Sportwagen-Rennserie, die nach einem Testlauf in Atlanta (1998) ihre erste vollständige Saison erlebt. Porsche Kunden sind in den Klassen GTS und GT dabei. Zwar verliert Martin Snow beim vorletzten Lauf in Laguna Seca die Tabellenführung in der Klasse GTS an die werksunterstützten Chrysler, aber der Herstellertitel geht dank des Einsatzes von Teams wie Freisinger Motorsport, Konrad Motorsport, Snow Racing und Schumacher Racing an Porsche. Das Alex Job Racing-Team gewinnt mit Cort Wagner und dem 911 GT3R den Fahrertitel in der GT-Klasse, wo Porsche ebenfalls die Markenmeisterschaft sichert.

Auf einem RSR holt Wagner auch in der USRRC den Fahrertitel in der Klasse GT3, wo die Team-Meisterschaft an Reiser-Callas geht und Porsche Kunden die Marken-Meisterschaft holen, die auch in der Klasse GT2 an den Hersteller aus Stuttgart geht. Jean-Pierre Jarier heißt der Sieger der Französischen GT-Meisterschaft (GT2), in der GT3-Klasse kann Dominique Dupuy auf einem 911 GT3 Cup den Titel holen.

Im Porsche Pirelli Supercup schafft Patrick Huisman den Titel-Hattrick, auf Deutschlands Rennstrecken beweist Lucas Luhr im Carrera Cup mit dem Gesamtsieg sein Potenzial, und im Französischen Carrera Cup vervollständigt Dominique Dupuy seine Erfolgs-Sammlung.

Der Porsche Cup für den erfolgreichsten Privatfahrer geht in die USA, wo Cort Wagner die Trophäe in Empfang nehmen kann.