1995 - Rückblick

Gesamtsieg Nummer 19 für einen Porsche Sportwagen beim 24 Stunden Marathon von Daytona kommt unerwartet. Das Werk hat zwar zwei offene Sportwagen vorbereitet, zieht sich aber nach einer kurzfristigen Regeländerung seitens der IMSA, die kleinere Luftmengenbegrenzer und ein höheres Fahrzeuggewicht einfordert, zurück.

So startet das Kölner Kremer-Team mit einem Eigenbau-Sportwagen und Porsche Power gegen die hochfavorisierten Ferrari. Der Kremer Porsche mit Christophe Bouchut, Jürgen Lässig, Giovanni Lavaggi und Marco Werner im Cockpit läuft wie ein Uhrwerk, während die schnellen Ferrari mit Motorenproblemen ausfallen. Nach 15 Stunden taucht der gelbe K8 mit Startnummer 10 an der Spitze auf und holt den Sieg.

Auch in der GT2-Klasse gewinnt ein Porsche. Es ist der Stadler-Carrera RSR 3.8, an dessen Steuer sich Lilian Bryner, Enzo Calderari (Schweiz), Ulrich Richter (Essen) und der Italiener Renato Mastropietro ablösen.

Bryner und Calderari sowie ihr 480 PS starker 911 GT2 entpuppen sich auch in der BPR Langstrecken GT-Meisterschaft als die Kombination, die es zu schlagen gilt. Sie beherrschen im Stadler-911 ihre Klasse fast nach Belieben und stehen bereits vor Saisonende als GT2-Gesamtsieger fest.

Mit der Unterstützung von Porsche Cars North America startet der Deutsch-Amerikaner Jochen Rohr in der SCCA World Challenge. Teamchef-Fahrer Rohr und sein Fahrer David Murry werden im 911 GT2 schnell zu Favoriten. Murry gewinnt fünf der acht Rennen und wird Fahrermeister, Porsche erhält die Markenwertung.

Fünf Porsche 911 GT2 unter den ersten Sechs, so endet die IMSA Exxon-Supreme GTS2 Meisterschaft in den Vereinigten Staaten, ein Championat, das aus den Langstreckenrennen in Daytona und Sebring sowie Sprints in den USA und Kanada besteht. Porsche Pilot Jorge Trejos aus Costa Rica ist am Ende der Meister. Charles Slater belegt Rang drei, Larry Schumacher wird Vierter vor Jack Lewis und Dennis Aase.

Der per Reglement und Luftmengen-Begrenzer auf 420 PS eingebremste 911 GT2 ist im deutschen ADAC GT Cup das Maß der Dinge. Uwe Alzen, Ralf Kelleners und Bruno Eichmann belegen in dieser Reihenfolge die ersten drei Plätze der Fahrerwertung.

Gegen starke Werks-Konkurrenz japanischer Marken setzt sich das Team Taisan mit seinem 911 GT2 in der All Japan GT-Meisterschaft durch und gewinnt die Teamwertung sowie für Porsche das Marken-Championat.

Im internationalen Porsche Pirelli Supercup holt sich der französische Routinier Jean-Pierre Malcher den Gesamtsieg, Harald Grohs heißt der Cup-Gewinner im deutschen Carrera Cup; und Christophe Bouchut ist im französischen Cup wieder einmal nicht zu schlagen.

Das Schweizer Duo Lilian Bryner und Enzo Calderari teilt nicht nur das Porsche Cockpit. Auch im Rennen um den Porsche Cup belegen die beiden mit exakt identischer Punktzahl gemeinsam Platz eins.

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