1992 - Rückblick

Das Regelwerk der 24 Stunden von Le Mans gesteht den Gruppe C-Fahrzeugen mit Turbo-Motoren (Klasse C1) ein Mindestgewicht von 900 Kilogramm zu. Gleichzeitig wird die höchstzulässige Treibstoffmenge für das Rennen von 2.550 auf 2.140 Liter reduziert. Damit sind die Porsche 962C nicht mehr imstande, um einen Sieg mitzufahren. Giovanni Lavaggi, John Nielsen und Manuel Reuter bringen den Kremer Porsche 962C auf Gesamtrang sieben. Otto Altenbach, Jürgen Lässig und Pierre Yver werden im 962 C des Obermaier-Teams Zehnte.

Zeitgleich mit Le Mans findet auf dem Nürburgring das 24 Stunden Rennen bei katastrophalen Wetterbedingungen statt. Zweimal ist das Pace-Car für einige Stunden vor dem Feld unterwegs, um ein Uhr nachts brechen die Veranstalter das Rennen bis vier Uhr früh ab. In Nebel und Regen wird der Marathon zunächst zu einer Demonstration des Könnens von Walter Röhrl, der auf einem seriennahen 911 weitaus stärkeren Fahrzeugen bis zu einer Minute pro Runde abnimmt. Auch sein Teamkollege Hans-Joachim Stuck verblüfft die Gegner mit unglaublichen Rundenzeiten. Am Ende sind Röhrl/Stuck/Jelinski Dritte des Gesamtklassements, unter den ersten 15 befinden sich elf Porsche Sportwagen.

Das amerikanische Brumos-Team holt in den USA für Porsche mit einem 911 Turbo den Herstellertitel für Porsche in der IMSA Supercar Meisterschaft. Erst beim letzten Rennen im kalifornischen Del Mar sichert Hans-Joachim Stuck mit einer Trainingsbestzeit und einem Start-Ziel-Sieg den Erfolg, den er gemeinsam mit Walter Röhrl und Hurley Haywood über die Saison vorbereitet hatte. Die Firestone-Firehawk-Serie für serienmäßige Sportwagen geht ebenfalls an Porsche, der Amerikaner Nick Ham kann sich zudem mit einem 944 S2 die Fahrermeisterschaft sichern.

Manuel Reuter gewinnt auf einem Porsche Spyder K7 von Kremer-Racing die Interserie Europameisterschaft mit Siegen in Mugello, am Nürburgring, in Brands Hatch, Zolder, Most sowie beim Flugplatzrennen auf dem Siegerland-Ring.

Beim zehnten und letzten Lauf des Jahres auf dem Hockenheimring holt Uwe Alzen den Gesamtsieg im Carrera Cup Deutschland. Der Schweizer Bruno Eichmann, der bis zu seinem Ausfall beim vorletzten Rennen in Spa-Francorchamps wie der kommende Cup-Sieger ausgesehen hatte, beendet das Jahr auf Rang zwei vor Jürgen von Gartzen. Im Carrera Cup Frankreich heißt der Sieger einmal mehr Dominique Dupuy, in Japan holt Saloshi Ikezawa den begehrten Cup.

Abseits befestigter Strecken holt der Franzose Jean-Louis Schlesser in einem Buggy mit serienmäßigem Carrera Motor den Gesamtsieg bei der Pharaonen- und der Baja-Rallye.

Der Argentinier Oscar Larrauri sammelt auf seinem Joest Porsche 962C in der Interserie Europameisterschaft und in der IMSA GTP Meisterschaft (USA) mehr Punkte als jeder andere Privatfahrer für den Porsche Cup, den der Ex-Formel 1-Fahrer vor Manuel Reuter und "John Winter" gewinnt.