1989 - Rückblick

In den Vereinigten Staaten startet das Werksteam in seine zweite CART-Saison mit dem Porsche March 89P. Der dritte Lauf, das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis, beginnt verheißungsvoll: Mit dem Rennmotor im Heck - der Qualifying-Motor bleibt wegen Schmierungsproblemen in der Transportkiste - qualifiziert sich Teo Fabi für Startplatz 13 und ist im Warm-up Drittschnellster. Fabi liegt auf Rang zwölf, als eine gebrochene Ventilfeder seine Fahrt in Runde 23 beendet. Eine Woche nach Indy ist Fabi in Milwaukee Dritter und wird bei den kommenden neun Rennen achtmal unter die ersten Vier fahren. Auf der Rennstrecke von Portland gelingt die erste Trainingsbestzeit. In Michigan ist mit Rang zwei das nächste Podiums-Resultat erreicht, es folgt ein Sieg in Mid Ohio und ein weiterer zweiter Platz in Elkhard Lake. Bis zum Rennen in Nazareth hat Fabi gute Chancen auf den Titel, er schließt das Jahr auf Rang vier der Fahrerwertung ab.

Für 1990 ist der Einsatz von zwei Porsche in der CART vorgesehen, als zweiter Fahrer neben Teo Fabi kommt der Amerikaner John Andretti, Neffe des Formel-1-Weltmeisters von 1978 und Indy-500-Siegers Mario, zum Einsatz.

Die Sport-Prototypen-Weltmeisterschaft erlebt durch das Engagement zahlreicher Werke eine Renaissance. Porsche ist durch Kundenteams mit dem 962 vertreten. Der Rennsportwagen erweist sich trotz des Alters seiner Konzeption als erstaunlich konkurrenzfähig. Joest Racing erhält etwas Werksunterstützung und gewinnt mit Frank Jelinski und Bob Wollek Michelin-bereift den WM-Lauf in Dijon.

In Le Mans werden Hans-Joachim Stuck und Bob Wollek im Joest 962C (Chassis 145) Dritte und schlagen damit den Werks-Jaguar. Claude Ballot-Lena, Henri Pescarolo und Jean-Louis Ricci in einem weiteren Joest 962 (004) erreichen Platz sechs. Ein Brun-Motorsport 962C beendet das 24 Stunden Rennen auf Rang zehn. Der deutsche Supercup für Gruppe-C-Rennwagen lebt vom Engagement der Porsche Kundenteams. Bob Wollek gewinnt die Trophäe, während Joest Racing das Rennen um die Team-Meisterschaft macht. Walter Lechner holt den Gesamtsieg in der Europäischen Interserie, während Kunimitsu Takahashi und Stanley Dickens sich die Japanische Sportwagenmeisterschaft sichern.

Roland Asch gewinnt zum dritten Mal den 944 Turbo Cup. Platz zwei geht an Jörg van Ommen, Dritter wird Olaf Manthey.

Zum siebten Mal erhält Bob Wollek den Porsche Cup als erfolgreichster Privatfahrer des Jahres - eine bis heute unerreichte Leistung. Wollek sammelt Punkte im von Joest modifizierten 962C in der WM, wo er Vizeweltmeister wird, sowie mit seinem dritten Platz in Le Mans und einem Sieg beim 24 Stunden Rennen von Daytona auf einem Busby Racing 962 C, gemeinsam mit John Andretti und Derek Bell. Zusätzlich gewinnt der Franzose den deutschen Super-Cup mit drei Siegen bei fünf Rennen.