1973 - Rückblick

Der stärkste Rennsportwagen seiner Zeit, der Porsche Typ 917/30 Spyder, erlebt im Mai seine Rennsportpremiere. Mark Donohue dominiert in diesem Jahr die CanAm-Serie: Mit sechs Siegen in Folge und einem 2. Platz gewinnt er auf dem 917/30 (1100 PS) die CanAm-Meisterschaft. Porsche war hier Titelverteidiger, denn bereits 1972 kann George Follmer, der für den verletzten Mark Donohue eingesprungen ist, gleich fünf Siege für sich buchen und auf dessen Porsche 917/10 Turbo (900 PS) die Meisterschaft erringen.

Die Überlegenheit des 1100 PS starken 917/30 Spyder Rundstrecken-Rennwagens ist so offensichtlich, dass das Reglement der CanAm-Serie kurzfristig geändert wird, um den Typ 917 von einer weiteren Teilnahme in der Saison 1974 auszuschließen. Neben dem CanAm-Titel des Porsche 917/30 gewinnt ein Typ 917/10 parallel dazu die europäische Interserie.

Mit dem Typ 911 Carrera RSR beteiligt sich Porsche an der Markenweltmeisterschaft der Prototypen. Die Werkswagen erzielen bei der zum letzten Mal ausgetragenen Targa Florio den Gesamtsieg (Herbert Müller / Gijs van Lennep). Es ist der 11. Gesamtsieg für Porsche. Gregg/Haywood gewinnen die 24 Stunden von Daytona gegen Prototypen. Die "Challenge Mondial de Vitesse et Endurance" geht an Porsche.

Desweiteren gab es GT-Siege bei den 6Stunden von Vallelunga, den 1000 Kilometern von Dijon und Spa. Auch Kundenteams setzen den "RSR" bei Sportveranstaltungen ein und gewinnen unter anderem die 24 Stunden von Daytona, die Europa- und die Deutsche Rallyemeisterschaft.

Auf der Volkswagen-Hochgeschwindigkeitsbahn in Ehra-Lessin stellt Huschke von Hanstein mit einem Porsche 911 Carrera RS 2.7 zwei absolute Weltrekorde und vier internationale Klassenrekorde auf. Der ehemalige Porsche-Rennleiter verbessert bei stehendem Start die Rekorde über 10 Meilen und 10 Kilometer.