1970 - Rückblick

Erstmals in der Geschichte der Rallye Monte Carlo gelingt es Porsche, mit dem 911 S zum dritten Mal hintereinander einen Doppelsieg zu erzielen. Weitere Triumphe folgen, sodass am Ende des Jahres für Porsche der Gewinn der Rallye-Markenweltmeisterschaft feststeht.

Mit neun von zehn möglichen Siegen sichert sich Porsche mit den Typen 917 und 908/03 erneut überlegen die Markenweltmeisterschaft. Die Siegesserie beginnt in Daytona und hält in Brands Hatch, Monza, Spa, auf dem Nürburgring, bei der Targa Florio, in Le Mans, Watkins Glen und dem Österreichring weiter an. Besonders bemerkenswert ist die Leistung von Hans Herrmann und Richard Attwood  am 14. Juni 1970 in Le Mans. Im Typ 917 von Porsche Salzburg erzielen die beiden Piloten erstmals einen Le-Mans-Gesamtsieg für die Stuttgarter Automobilmarke.

Die Targa Florio endet am 3. Mai 1970 mit einem Doppelsieg von Siffert/Redman und Kinnunen/Rodriguez auf dem Porsche Typ 908/03 Spyder. Der in extremer Leichtbauweise hergestellte Rennwagen wird 1970 und 1971 bei insgesamt vier Rennen eingesetzt, von denen er drei gewinnen kann.

Wie seine Kollegen James Dean, Paul Newman und James Garner war der Schauspieler Steve McQueen begeisterter Motorsportler. 1970 wurde er beim 12-Stunden-Rennen von Sebring Zweiter auf einem Porsche 908/02, nicht zuletzt dank seines Teamkollegen Peter Revson und der Ausfälle vieler Konkurrenten. Seine Teilnahme am 24-Stunden-Rennen von Le Mans auf einem Porsche 917 zusammen mit Jackie Stewart wurde jedoch abgelehnt. McQueen durfte aber von seinem am Wettbewerb teilnehmenden Porsche 908 authentische Rennszenen für den von ihm produzierten Film Le Mans drehen lassen.