1953 - Rückblick

Nach erfolgreichen Prüfstandsläufen wird der von Porsche-Ingenieur Ernst Fuhrmann konstruierte Viernockenwellenmotor (Typ 547) auf dem Pariser Automobilsalon erstmals der Öffentlichkeit präsentiert. Neben dem Rennsportfahrzeug Porsche Typ 550 wird der "Fuhrmann-Motor" auch in den späteren Carrera-Versionen des 356 zum Einsatz kommen. Die erste erfolgreiche Rennsportprüfung des neuen Antriebs findet am 3. Mai statt, als Helm Glöckler mit einem Porsche Typ 550 Spyder auf dem Nürburgring einen Klassensieg im Eifelrennen erzielt.

An der XX. Mille Miglia beteiligen sich im April 1953 insgesamt 18 Porsche-Sportwagen aus sechs Ländern, die allesamt nach 1600 Kilometern das Ziel in Brescia erreichen und dabei sowohl in der 1300er- wie auch 1500er-Hubraumklasse siegen.

In Le Mans gehen erstmals zwei Porsche Typ 550 mit den Fahrerteams Helm Glöckler und Hans Herrmann sowie Richard von Frankenberg und Paul Frère an den Start. Bei einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 138,8 km/h holt der mit geschlossenem Aufbau versehene Rennwagen nicht nur die ersten beiden Plätze der 1,5-Liter-Hubraumklasse, sondern überbietet auch den bisherigen Klassenrekord um 16 km/h.

Einen krönenden Abschluss des Porsche-Rennsportjahres besiegeln die Titelgewinne der Deutschen Sportwagenmeisterschaft durch Richard Trenkel in der 1100er Klasse und Hans Herrmann in der 1500er Klasse.