2006 - Langstrecken-Rennen

24-Stunden-Rennen in Daytona

Anfang Februar 2006 verlängern Ian Baas, Randy Pobst, Spencer Pumpelly und Michael Levitas (alle USA) mit einem 911 GT3 Cup des amerikanischen TPC-Teams die Liste der Porsche-Klassensiege beim 24-Stunden-Rennen von Daytona (Florida, USA) auf dieRekordzahl von 60. Dirk Werner (Kissenbrück), Philipp Peter (MON), Dieter Quester (AUT) und Luca Riccitelli (ITA) sicherten dem Farnbacher Loles Team mit Platz drei auf einem weiteren 911 GT3 Cup einen Podiumsrang in der GT-Klasse.

12-Stunden-Rennen in Sebring

Im März 2006 bringt Werksfahrer Marc Lieb (Niefern) mit den Amerikanern John Fogarty und Johannes van Overbeek beim 12-Stunden-Rennen in Sebring, Florida, einen 911 GT3 RSR des Flying Lizard Motorports-Teams auf den zweiten Platz der GT2-Klasse und den viel beachteten zehnten Rang in der Gesamtwertung. Im Kampf um den Sieg müssen sich Overbeek, Fogarty und Lieb nur um fünf Sekunden geschlagen geben.

24 Stunden am Nürburgring: Porsche-Kundenteam holt Gesamtsieg und Distanzrekord

Mit einer Runde Vorsprung gewinnt ein privater Porsche 911 GT3 des in Bonn beheimateten Manthey Racing Teams das 24-Stunden-Rennen auf der Nordschleife des Nürburgrings. Das Fahrer-Quartett mit den Werkspiloten Timo Bernhard (Dittweiler), Lucas Luhr (MON) und Mike Rockenfeller (MON) sowie dem ehemaligen DTM-Piloten Marcel Tiemann (MON) geht von Startplatz eins in das Rennen auf dem 25,4 Kilometer langen Kurs. Nach mehreren Führungswechseln zu Beginn hält das Porsche-Kundenteam nach der ersten Boxenstopp Phase die Spitzenposition bis zum Rennende nach 151 Runden (= 3.832,078 Kilometer). Das Team von Olaf Manthey (Bonn) stellt damit einen neuen Distanzrekord auf und überbietet die Bestmarke aus dem Jahr 2001 (3.727,773 Kilometer). Der Erfolg markiert nach 2000 einen weiteren Porsche-Gesamtsieg bei dem Langstrecken-Rennen in der Eifel.

Den zweiten Gesamtrang belegt der ebenfalls privat eingesetzte Porsche 911 GT3 mit den Fahrern Jürgen Alzen, Uwe Alzen (beide Betzdorf), Klaus Ludwig (Bornheim) und Christian Abt (Kempten). Unter den zehn Besten des Gesamtklassements platzieren sich sieben Porsche-Kundenteams.

24-Stunden von Le Mans: Platz zwei und vier in der GT2-Klasse

Bei der 74. Auflage des 24-Stunden-Rennens in Le Mans belegen Porsche-Kundenteams die Plätze zwei und vier in der Grand Tourisme-Kategorie für seriennahe Rennsportwagen. Der Porsche 911 GT3 RSR des Seikel-Motorsport Teams mit Dominik Farnbacher, Pierre Ehret (GER)  und Lars-Erik Nielsen (DEN) liegt in der GT2-Klasse bis wenige Runden vor Schluss in Führung, als er mit Getriebeproblemen zurückfällt und den Zielstrich als Zweiter überquert. Auf Rang vier wird das amerikanische Flying Lizard Motorsports Team abgewunken.

24 Stunden von Spa-Francorchamps: Der neue Porsche 911 GT3 RSR besteht den 24-Stunden-Extremtest

Erfolg beim ersten Testrennen des neuen 911 GT3 RSR (Typ 997). Über die gesamte Distanz des 24-Stunden-Rennens von Spa-Francorchamps (BEL) erweisen sich die Porsche mit den Startnummern 111 und 197 als äußerst konkurrenzfähig in den Klassen für leicht modifizierte, seriennahe Rennwagen. Schon im Qualifikationstraining markiert Werksfahrer Marc Lieb (Ludwigsburg) die schnellste Zeit in diesen Fahrzeugkategorien.

Im Verlauf des Rennens stoßen die beiden Porsche mit den Fahrern Marc Lieb (Ludwigsburg)/Timo Bernhard (Dittweiler) und Pedro Lamy (POR) sowie Lucas Luhr/Sascha Maassen (BEL)/Marcel Tiemann (MON) jeweils bis in die Top-Ten der Gesamtwertung vor, die von reglementsbedingt wesentlich stärkeren GT1 Fahrzeugen angeführt werden.

Bis zur Hälfte der Distanz führt der Porsche mit Startnummer 197 (Luhr/Maassen/Tiemann) überdies in seiner Klasse und gibt die Position erst an das Schwesterfahrzeug ab, als ein beschädigter Unterboden eine Kühlwasserleitung zerstört und eine Reparatur in der Box nötig macht. Etwa eine Stunde vorher hatte Pedro Lamy nach einem Unfall die Porsche-Box angesteuert. Bei der Reparatur der Frontverkleidung, des Kühlers und des Unterbodens verliert der Porsche Nummer 111 aber lediglich zwei Positionen in der Gesamtwertung.

Drei Stunden vor Rennende erhalten Luhr, Maassen und Tiemann wegen einer festgefressenen Radmutter einen neuen Radträger hinten rechts und fahren schließlich als 14. der Gesamtwertung über die Ziellinie. Lieb, Bernhard und Lamy steuern, auf Position zehn liegend, zur gleichen Zeit die Porsche-Box mit einem defekten Getriebe an. Das Trio wird nach einem Getriebetausch auf Gesamtrang 15 abgewunken. Dieses Ergebnis bedeutet zugleich die Plätze eins und zwei in der so genannten "Gruppe 2" für seriennahe Rennfahrzeuge, die in vier Klassen starten.