2005 - Porsche Markenpokale

Porsche schreibt 2005 die Erfolgsgeschichte der Markenpokale fort. Neben dem weiter florierenden Porsche Michelin Supercup sowie sieben Carrera Cups werden in fünf Ländern die neuen GT3 Cup Challenges erstmals ausgetragen.

Porsche Michelin Supercup: neuer Rennsportwagen, neue Rekorde - Routinier als Meister

Als erster Italiener in der Geschichte des Porsche Michelin Supercup gewann der 35-jährige Alessandro Zampedri die Meisterschaft mit einem Sieg und sechs zweiten Plätzen gefolgt vom Niederländer Patrick Husiman mit fünf Siegen, aber auch drei Null-Resultaten. Dritter wurde der Belgier David Saelens vor dem besten Deutschen Christian Menzel (Kelberg). Mit zwölf Wertungsläufen und einem erstmals ausgetragenen Showrennen in Bahrain standen mehr Rennen als je zuvor im Kalender des Porsche Michelin Supercup.

Porsche Carrera Cup Deutschland: Entscheidung beim letzten Lauf

Bis zum siebten und letzten Rennen blieb der Titelkampf zwischen dem 34-jährigen Routinier Christian Menzel (Kelberg) und seinem 23-jährigen Herausforderer Nicolas Armindo (FRA) offen. Am Ende seiner sechsten Saison im Markenpokal konnte Menzel die Meisterschaft gewinnen, Armindo beendet sein zweites Jahr im Carrera Cup Deutschland als Vizemeister. Die Teamwertung ging an Tolimit-Motorsport. Die Mannschaft aus Lohne in Norddeutschland ist seit 1996 im Carrera Cup dabei und gewann 1998/99 bereits den Teamtitel.

Porsche Carrera Cup France: Beltoise schafft Titel im zweiten Anlauf

Nach 14 Rennen hatte es Anthony Beltoise (34) geschafft: Mit fünf Siegen gewann der Franzose den Carrera Cup France, nachdem er den Titel im Vorjahr um einen Punkt verpasst hatte. Jean Philippe Dayraut siegte bei sechs Läufen, musste allerdings auch zwei Null-Resultate hinnehmen und schloss das Jahr als Zweiter vor Cyril Helias ab. Die Kategorie B für Enthusiasten gewann Raymond Narac klar mit zwöf Siegen. Der zweite Rang ging an Roland Berville, Mike Savary sicherte sich Platz drei.

Porsche Carrera Cup Scandinavia: Fredrik Ros mit zwei Punktenvorne

Mit 19 Jahren beim Titelgewinn war der Schwede Fredrik Ros einer von zwei ganz jungen Carrera-Cup-Meistern 2005. nach neun Rennwochen-
enden mit 18 Läufen in Schweden, Dänemark und Finnland verfügte Ros über ganze zwei Punkte Vorsprung vor seinem Landsmann Niklas Karlsson. Der spätere Meister bewies gute Nerven: Er begann seine Saison mit zwei Null-Ergebnissen, fuhr dann aber an die Spitze und verteidigte seine Position gegen den starken Karlsson. 2004 hatte Ros sein erstes Jahr im Carrera Cup als Vizemeister abgeschlossen.

Porsche Carrera Cup Great Britain: Damien Faulkner Meister nach Dauerduell

Damien Faulkner aus Irland gewann den Carrera Cup in Großbritannien nach einem 20 Rennen währenden Duell mit dem amtierenden Meister Richard Westbrook aus England. Westbrook vergab die Chance zur Titelverteidigung, als er für die Teilnahme an den Rennen zum Porsche Michelin Supercup in Indianapolis (USA) zwei Läufe des britischen Carrera Cup ausließ. Jason Templeman (GBR) sicherte sich den dritten Gesamtrang.

Porsche Carrera Cup Australia: Fabian Coulthard stößt Jim Richards vom Thron

Fabian Coulthard aus Neuseeland ist der Gesamtsieger des Porsche Carrera Cup Australien 2005. Der 23jährige schlug im Titelrennen mit Jim Richards den letztjährigen Champion und erfolgreichsten Porsche-Rennfahrer Australiens. Richards beendete die Saison als Vizemeister. Dritter wurde der 22-jährige Jonathan Webb aus Sydney. Bereits 2004 hatte Coulthard mit dem Gewinn des Wright Patton Shakespeare Michelin Driver to Europe Award und der Vize-Meisterschaft auf sich aufmerksam gemacht.

Porsche Infineon Carrera Cup Asia: GT-Meister Cocker holt auch den Carrera Cup

Beim zehnten und vorletzten Rennen im Rahmen des Grand Prix von China übernahm der amtierende britische GT-Meister Jonathan Cocker die Führung von Charoensukhawatana Nattavude, um nach dem Finale in Macau mit einem Punkt Vorsprung vor seinem Gegner aus Thailand den Titel zu gewinnen. Der 19jährige Cocker siegte 2005 bei drei Rennen und nahm von jedem Lauf Punkte mit. Nattavude verzeichnete vier Siege, wobei ihn ein Ausfall in Shanghai hinter Cocker zurückwarf und letztlich den Titel kostete. Auf Platz drei der Fahrerwertung beendete Darryl O'Young (HKG) die Saison. Alain Li aus Hong Kong dominierte die Klasse B für Enthusiasten.

Porsche Carrera Cup Japan: Isao Ihashi setzt sich durch

Nach fünf Rennwochenenden, an denen der Porsche Carrera Cup Japan unter anderem so traditionsreiche Kurse wie Fuji und Suzuka besuchte, hatte sich Isao Ihashi vor Hideki Hirota und Kenji Kobayashi als Meister durchgesetzt.

GT3 Cup Challenges: Routiniers siegen im Premierenjahr

Porsche führte die GT3 Cup Challenges 2005 erstmals durch. Die neuen Rennserien, deren Reglement in wesentlichen Zügen dem des Carrera Cup entspricht, erwiesen sich auf Anhieb als Erfolg. In den USA waren bei den fünf Läufen jeweils rund 30 Porsche 911 GT3 Cup am Start. Auch die GT3 Cup Challenges in Brasilien, Italien, Neuseeland und den Niederlanden glänzten mit vollen Starterfeldern. Am Ende des Jahres hatten sich nach teils spannenden Saisonverläufen die Gran Tourismo-Routiniers durchgesetzt. Jay Policastro (USA) gewann in den Vereinigten Staaten, Maurizio Monforte (ITA) in Italien. Tim Coronel (NED) entschied die "Professionals"-Wertung in seinem Heimatland für sich, wo Menno Kuus (NED) die "Semi-Pro"-Klassifizierung gewann. Beto Posses (BRA) war in Brasilien erfolgreich. In Neuseeland gewann der Australier Craig Ballard.