2004 - GT-Klassen

Porsche Kundensport in den GT-Klassen weiter erfolgreich

Motorsport mit seriennahen Gran Turismo-Rennsportwagen bleibt 2004 eine Domäne der Porsche-Kundenteams. In der American Le Mans Series (ALMS) und der FIA GT-Meisterschaft sind die teils werksunterstützten 911 GT3 RSR nicht zu schlagen. Die größten Langstreckenrennen der Welt sowie zahlreiche Gran Turismo-Championate bringen Erfolge für private Porsche-Teams.

American Le Mans Series: Porsche-Fahrer und -Teams gewinnen GT-Titel

Die Erfolgs-Serie von Porsche in der American Le Mans Series (ALMS) hält an. Der 23jährige Werksfahrer Timo Bernhard (Dittweiler) holt auf einem 911 GT3 RSR des werksunterstützten Alex Job Racing Teams (USA) die GT-Fahrermeisterschaft.  Auf dem Weg zu seinem ersten Titel in einem internationalen Sportwagen-Wettbewerb siegt Bernhard fünfmal bei neun Rennen. Dieser Erfolg markiert den fünften GT-Gesamtsieg für Porsche-Fahrer in der sechsjährigen Geschichte der ALMS.

Bis zum Finale können sich die Amerikaner Johannes van Overbeek und Darren Law Hoffnungen auf den Titel machen, die sich allerdings für die beiden Piloten des Flying Lizard Motorsports Teams nicht erfüllten. Van Overbeek und Law schließen die Rennsaison nach einem Sieg und sieben weiteren Podiums-Resultaten als Vizemeister ab.

Das Alex Job Racing Team feiert die dritte Team-Meisterschaft in Folge. Auch die Hersteller-Wertung spiegelt die Dominanz des 911 GT3 in der GT-Klasse wider, wo Porsche zum fünftenmal seit 1999 die Meisterschaft gewinnt.

FIA N-GT-Meisterschaft: Lucas Luhr und Sascha Maassen im Finale zum Gesamtsieg

Ein zweiter Platz beim Finale der FIA N-GT-Meisterschaft im chinesischen Zhuhai bedeutet für die Porsche-Werksfahrer Lucas Luhr (Monaco) und Sascha Maassen (Belgien) nach sechs Saisonsiegen den Gewinn des Fahrertitels. Luhr und Maassen pilotieren einen 911 GT3 RSR des Freisinger Motorsport Teams (Karlsruhe).

Das Duo lag vor dem Dreistunden-Rennen auf Platz zwei der Fahrerwertung hinter seinen Teamkollegen, dem Monegassen Stéphane Ortelli und dem Franzosen Emmanuel Collard. Ausgerechnet im entscheidenden Finale werden Ortelli/Collard in der Anfangsphase von Getriebeproblemen aufgehalten, um dann mit einem Dreher auszufallen.

Freisinger Motorsport wird zum dritten Mal in Folge N-GT Team Meister.

Porsche Kunden bleiben in weiteren US-Meisterschaften auf der Siegerstraße

In der Rolex Sports Car Series gewinnen die Amerikaner Andy Lally und Marc Bunting mit einem 911 GT3 Cup den Fahrertitel und die Vizemeisterschaft in der SGS-Kategorie für seriennahe Rennsportwagen. Wie 2003 geht die Herstellerwertung an Porsche. Mit seinem Gesamtsieg in der GS-Kategorie des Grand Am-Cup (USA) beschert der Amerikaner Craig Stanton dem Race Site Team seiner Landsleute Wayne und Will Nonnamaker zugleich den Team-Titel und trägt zum Gewinn der Herstellerwertung durch Porsche entscheidend bei.

Nationale GT-Meisterschaften in Europa

Bei nationalen GT-Meisterschaften in Europa erweist sich der 911 GT3 erneut als äußerst konkurrenzfähig. So gewinnen die Belgier Yves Lambert und Christian Lefort mit einem GT3 RS die Kategorie GTB der Belcar-Serie in ihrer Heimat. Der 18-jährige Brite Jonathan Cocker bringt das Kunststück fertig, mit einem 911 GT3 RSR des Teams "Gruppe M Racing" sechs Läufe der Britischen GT-Meisterschaft zu gewinnen und bei allen 16 Rennen zu punkten. Cocker schreibt sich als jüngster GT-Meister der Geschichte in die Annalen des Championats ein. Sein Teamkollege und Landsmann Tim Sugden wird Vizemeister. Die Franzosen Frédéric Dedour und Frédéric Makowiecki holen auf einem 911 GT3 Cup des Teams Noury Compétition die Coupe de France GT. Fünf Laufsiege sowie beständiges Punkten sind die Erfolgs-Zutaten der französischen Fahrer Morgan Moullin-Traffort und Thierry Rabineau, die mit einem 911 GT3 RS die Trophée de France NGT gewinnen. Mit einem 911 GT3 des Autorlando-Teams dominieren Giovanni Sada und Mario Sala die sehr stark besetzte Division 3 der italienischen Trofeo Nazionale CSAI GT.