2003 - Rückblick

Mit einem großen Erfolg beginnt das Motorsport-Jahr 2003 im Februar, als ein 911 GT3 RS den 20. Gesamtsieg für Porsche beim 24-Stunden-Rennen von Daytona (USA) gegen weitaus stärkere Fahrzeuge holt. Nachdem private Porsche 911 ihre Klasse in Sebring, Le Mans und auf dem Nürbrugring gewinnen, schließt ein weiterer Gesamtsieg für einen GT3 RS im belgischen Spa-Francorchamps die Reihe der Erfolge bei den Langstreckenklassikern ab. Porsche Teams und Fahrer holen sowohl in der American Le Mans Series (ALMS) als auch in der FIA GT-Meisterschaft die Titel in den seriennahen Kategorien. Eine Reihe weiterer Gran Turismo-Championate kann gewonnen werden.

Bei allen neun Rennen der American Le Mans Series (ALMS) 2003 saßen die Sieger der GT-Klasse in Porsche Sportwagen. Die Werksfahrer Lucas Luhr (Monaco) und Sascha Maassen (Belgien) gewannen im 911 GT3 RS des von Porsche unterstützten Alex Job Racing Teams fünf Rennen und konnten sich bereits beim siebten Lauf in Laguna Seca als alte und neue Gesamtsieger der seriennahen Kategorie feiern lassen. Mit großem Abstand konnte Alex Job Racing auch die GT-Teamwertung vor Risi Competizione (Ferrari) und The Racer's Group als einem weiteren Porsche-Team gewinnen. Durch den erfolgreichen Einsatz der Kunden-Teams geht die GT-Herstellerwertung 2003 an Porsche.

Ein zweiter Rang beim zehnten und letzten Rennen der internationalen FIA GT-Meisterschaft im italienischen Monza reichten Marc Lieb (Niefern) und Stéphane Ortelli (Monaco) zum Gewinn des Fahrertitels in der N GT-Kategorie für seriennahe Sportwagen. Das deutsch-monegassische Duo fuhr einen Porsche 911 GT3 RS des Freisinger Motorsport Teams (Karlsruhe). Ortelli und Freisinger Motorsport hatten bereits im Vorjahr das Fahrer- und das Team-Championat gewonnen. Hinter Lieb und Ortelli platzierten sich mit Tim Sugden (Großbritannien, Rang sechs) und Emmanuel Collard (Frankreich, Rang neun) zwei weitere Porsche Fahrer in den Top-Ten der N GT-Wertung.

Mit dem Gesamtsieg für einen Porsche beim 24 Stunden Rennen von Daytona (USA) begann am ersten Februar-Wochenende das Motorsport-Jahr auf der Rundstrecke. Die Porsche-Werksfahrer Jörg Bergmeister (Langenfeld) und Timo Bernhard (Bruchmühlbach-Miesau) beendeten mit ihren Teamgefährten Kevin Buckler und Michael Schrom (beide USA) im seriennahen 911 GT3 RS des privaten amerikanischen Racer's Group-Teams das Langstreckenrennen mit einem Vorsprung von neun Runden vor dem zweitplatzierten Ferrari des Teams Risi Competizione (Italien). Der Erfolg des 911 GT3 RS mit der Startnummer 66 markierte zugleich den 20. Gesamtsieg eines Porsche Sportwagens bei bisher 41 Daytona- Rennen. In der Geschichte des Langstreckenklassikers gab es bisher 55 Porsche Klassensiege. Der letzte Gesamtsieg eines 911 auf dem Kurs in Florida datiert von 1977, als Peter Gregg, Hurley Haywood und Dave Helmick (alle USA) mit einem 911 Carrera RSR nicht zu schlagen waren. Der erste Gesamtsieg eines Porsche 911 in Daytona gelang Peter Gregg und Hurley Haywood (beide USA) 1973 mit einem 2,8-Liter Carrera RSR.

Bei der 51. Auflage des 12 Stunden Rennens für Sportwagen und GT Fahrzeuge auf dem Flugplatzkurs von Sebring im US-Bundesstaat Florida feiern Porsche Kundenteams einen überlegenen Dreifachsieg in der GT-Klasse für seriennahe Rennsportwagen. Die amtierenden Meister, Porsche-Werksfahrer Lucas Luhr (Monaco) und Sascha Maassen (Belgien), gewinnen den Saisonauftakt zur American Le Mans Series in einem Porsche 911 GT3 RS des Alex Job Racing Teams.

Mit einer Trainingsbestzeit, zwei Klassensiegen und einem Podiums-Platz endet die 31. Auflage des 24 Stunden Rennens auf der Nürburgring-Nordschleife für die Porsche-Kundenteams. Beim Zeittraining umrundet Uwe Alzen (Betzdorf) auf einem von seinem Bruder Jürgen vorbereiteten 911 als Schnellster die 25,947 Kilometer lange Strecke in 9:00.266 Minuten und unterbietet damit die Bestzeit des Vorjahres um über zwölf Sekunden. Timo Bernhard (Miesau), Emmanuel Collard (Frankreich) und Lucas Luhr (Monaco) fahren mit einem Porsche 911 des Manthey-Teams nach 24 Stunden als Sieger der Klasse A8 und Gesamt-Dritte über die Ziellinie, nur geschlagen von zwei speziell aufgebauten DTM-Fahrzeugen.

Die 71. Auflage des 24 Stunden Rennens von Le Mans endet mit dem neunten LM GT-Sieg en suite für einen Porsche 911. Die an das amerikanische Alex Job Racing Team/ Petersen Motorsports ausgeliehenen Werksfahrer Lucas Luhr (Monaco) und Sascha Maassen (Belgien) fahren gemeinsam mit dem Franzosen Emmanuel Collard einen 911 GT3 RS auf den ersten Platz der Grand Tourisme-Klasse und den 14. Rang des Gesamtergebnisses. Luhr und Maassen legen mit ihrem französischen Teamkollegen 320 Runden auf dem 13,650 Kilometer langen Hochgeschwindigkeits-kurs zurück. Ihr Sieg markiert den fünften Le Mans-Erfolg für den 911 GT3 RS, der im Jahr 1999 erstmals an der Sarthe eingesetzt wurde. Schwülheißes Wetter lassen das Rennen zu einer harten Prüfung für die Technik, die Fahrer und die Teams werden. Acht Porsche nehmen am Samstag um 16 Uhr das Rennen auf. 24 Stunden später fahren sieben 911 über die Ziellinie, während von den sieben Konkurrenz-Fahrzeugen nur drei über die Distanz kommen.

Mit einem Porsche 911 GT3 RS gelingt dem Freisinger Motorsport-Team (Karlsruhe) der Gesamtsieg beim 24 Stunden Rennen in Spa-Francorchamps (Belgien), dem sechsten Lauf zur FIA GT-Meisterschaft. Die Fahrer Romain Dumas (Frankreich), Marc Lieb (Niefern) und Stéphane Ortelli (Monaco) drehen mit ihrem in der N GT-Kategorie gestarteten Porsche 479 Runden auf dem berühmten Kurs in den belgischen Ardennen und verweisen einen Ferrari, der in der GT-Klasse für stärker modifizierte Fahrzeuge gestartet war, mit acht Runden Vorsprung auf den zweiten Platz. Rang drei sichert sich das Seikel Motorsport Team mit einem ebenfalls eingesetzten 911 GT3 RS.

Der Porsche Michelin Supercup, als einzige GT-Rennserie im Rahmen der Formel 1 Wochenenden ausgetragen, erweist sich mit vollen Starterfeldern auch im elften Jahr als Erfolg. Während der Carrera Cup Deutschland im 14. Jahr ausgefahren wird und die Schwester-Serien in Frankreich sowie Japan ebenfalls über eine lange Tradition verfügen, kommen neue Carrera Cups in Asien (Malaysia, Südkorea, Thailand, Volksrepublik China), Großbritannien und Australien hinzu.

Der Gesamtsieger des Porsche Carrera Cup Deutschland 2003 heißt Frank Stippler. Nach einem zweiten Rang beim Eröffnungsrennen auf dem Hockenheimring hatte der 28-Jährige die Tabellenführung mit seinem ersten von drei Saisonsiegen beim zweiten Lauf in Adria (Italien) übernommen. Nach zwei weiteren Erfolgen auf dem Nürburgring und in Zandvoort (Niederlande) schließt Stippler, der seit 1997 im Carrera Cup fährt und 2002 Zweiter wurde, das Jahr auf Platz eins der Fahrerwertung ab. Der Student war auf einem 911 GT3 Cup des Porsche Zentrum München Team Farnbacher gestartet.

Erstmals fungiert Porsche Cars Great Britain als Ausrichter des Carrera Cup Great Britain, der bis 2002 unter der Ägide des Porsche Club GB stattgefunden hatte. Drei Fahrer beherrschen den Kampf um den Cup, der im Rahmen der Britischen Tourenwagen Meisterschaften mit jeweils zwei Rennen pro Wochenende ausgetragen wird. Am Ende heißt der Gesamtsieger Barry Horne aus Schottland, der den Briten Richard Westbrook mit einem knappen Vorsprung schlägt.

Der alte und neue Gesamtsieger in der A-Kategorie des Carrera Cup Frankreich, die professionellen Piloten vorbehalten ist, heißt Sébastien Dumez. Bis zum letzten von sieben Renn-Wochenenden hat auch sein Landsmann James Ruffier noch die Chance, den Carrera Cup zu gewinnen.

Nach neun Renn-Wochenenden mit jeweils drei Läufen steht der 55-jährige Routinier Jim Richards als Gesamtsieger des ersten Carrera Cup in Australien fest. Richards, der auf Porsche bereits zahlreiche Meisterschaften in seinem Heimatland gewonnen hat, setzt sich klar gegen seinen Landsmann und stärksten Konkurrenten, den 25-jährigen Marcus Marshall durch. Der Carrera Cup Australia erfreut sich in seinem ersten Jahr großer Popularität. Die Namen von 35 Fahrern stehen in der Wertung. Beim bestbesetzten Rennen in Sandown gehen 28 Porsche 911 GT3 Cup an den Start.