2002 - Rückblick

Porsche Kunden erringen 2002 zahlreiche Erfolge in den Klassen für seriennahe Rennsportwagen. Private Teams gewinnen unter anderem die Meistertitel in den bedeutendsten Sportwagen-Rennserien der Welt, der American Le Mans Series (ALMS) und der FIA GT-Meisterschaft. Bei allen wichtigen Langstreckenrennen sitzen die Sieger der seriennahen Kategorien in Rennsportwagen vom Typ Porsche 911 GT3 RS.

Zum Jahresauftakt holt ein amerikanisch-deutsches Fahrerteam bestehend aus Kevin Buckler, Michael Schrom, Jörg Bergmeister und Timo Bernhard beim 24 Stunden Rennen von Daytona in einem Racer's Group-911 GT3 RS den GT Sieg vor einem Porsche von Orbit Racing und dem Elfer von Freisinger Motorsport.

Mitte März sind Lucas Luhr und Sascha Maassen mit ihrem Alex Job Racing-Porsche beim 12 Stunden Rennen von Sebring nicht zu schlagen. Sie holen mit einem Elf-Runden-Vorsprung den ersten Platz der GT-Wertung vor einem GT3 RS von Seikel Motorsport und dem britischen 911 des PK Sport Teams.

Auf der Nürburgring Nordschleife drehen Jürgen Alzen, Arno Klasen, Markus Oestreich und Timo Bernhard mit ihrem H&R Alzen-Motorsport-Porsche 139 Runden, holen den Sieg in der Klasse A7 und den zweiten Platz im Gesamtklassement. Ein 911 des Porsche Zentrums Willich vor einem weiteren GT3 RS des Porsche Zentrums Raffay kommen mit zwei Runden Rückstand auf die Ränge zwei und drei der Klasse.

Gemeinsam mit Lucas Luhr und Timo Bernhard gewinnt der Amerikaner Kevin Buckler die GT-Wertung beim 24 Stunden Rennen von Le Mans. Die Ränge zwei und drei der Kategorie für seriennahe Sportwagen erobern Freisinger Motorsport und das japanische Team Taisan Motorsport.

Das 24 Stunden Rennen im belgischen Spa-Francorchamps endet mit einem Erfolg des deutschen Freisinger Motorsport Teams. Stéphane Ortelli, Romain Dumas und Emmanuel Collard holen im 911 GT3 RS die N GT-Klasse und werden Dritte im Gesamtergebnis.

Das amerikanische Alex Job Racing Team siegt mit seinen rund 420 PS starken 911 GT3 RS in der seriennahen GT-Klasse der American Le Mans Series (ALMS) bei acht von zehn Rennen. Die Porsche-Werksfahrer Sascha Maassen und Lucas Luhr holen mit Punkte-Gleichstand den Fahrertitel - ein Novum in der ALMS. Luhr ist mit 23 Jahren der jüngste Titelträger in der Geschichte der ALMS. Das Alex Job Racing Team sichert sich die Team-Meisterschaft.

Nach zehn Läufen zur FIA GT-Meisterschaft heißt der Sieger in der N GT-Kategorie Stéphane Ortelli. Sieben Siege hat der 32-jährige Monegasse mit dem 911 GT3 RS des Karlsruher Freisinger Motorsport Teams geholt. Im letzten Rennen sichert sich Freisinger Motorsport die Team-Meisterschaft.

Durch das Engagement erfolgreicher Kundenteams kann Porsche den GT-Herstellertitel in der Grand American Rolex Sportscar Series gewinnen. Scott Maxwell fährt einen 911 GT3 Cup in der Grand American Cup Street Stock Series zum Meistertitel in der Kategorie GS1, die Herstellerwertung geht ebenfalls an Porsche.

In Frankreich fahren Phillipe Soulan und Patrice Goueslard mit einem 911 GT2 zum Titel in der FFSA GT-Meisterschaft. Das Team Taisan Advan gewinnt mit dem 911 GT3 RS einmal mehr die hart umkämpfte GT300-Team-Meisterschaft im japanischen GT-Championat.

Der Porsche Michelin Supercup als Rahmenrennserie zur Formel 1 geht 2002 in sein zehntes Jahr. Erst beim Finale in Indianapolis entscheidet Stéphane Ortelli im 911 GT3 Cup des Teams Kadach den Titelkampf für sich. Ganz im Zeichen des jungen Marc Lieb steht der Carrera Cup Deutschland, den der 22-Jährige mit vier Siegen in Folge gewinnt.

Auf dem kleinen Kurs von Le Mans fällt im Carrera Cup Frankreich beim Finale die Entscheidung. Mit seinem vierten Saisonsieg sichert Sébastien Dumez seinen ersten Platz in der Klasse A für Fahrer mit FIA Lizenz. Jean-Marc Mezzanotti tut es ihm gleich und holt den Cup in der Kategorie B für Enthusiasten.

Kevin Buckler nimmt den Porsche Cup für den erfolgreichsten privaten Porsche Motorsportler entgegen.