2000 - Rückblick

Der Porsche 911 GT3 R wird von Kunden erstmals in breitem Umfang eingesetzt. In Weissach sind über den Winter 60 Einheiten des seriennahen GT entstanden.

Beim Saisonauftakt in Daytona übernimmt das Schweizer Haberthur Racing Team mit den italienischen Fahrern Gabrio Rosa, Fabio Rosa, Luca Drudi und Fabio Babini 90 Minuten vor Schluss die Führung in der Klasse und holt mit seinem 911 GT3 R einen Klassensieg bei der 38. Auflage des 24 Stunden Rennens.

Das japanische Team Taisan Advan gewinnt mit den Fahrern Atsushi Yogo, Hideo Fukuyama und Bruno Lambert die GT Klasse des 24 Stunden Rennens von Le Mans. Der Taisan-Porsche 911 GT3 R war von Platz 45 gestartet und komplettierte 310 Runden, um den Klassensieg vor David Murry, Johnny Mowlem und Sascha Maassen im Skea Racing-Porsche (304 Runden) und Michel Neugarten, Tony Burgess sowie Max Cohen-Olivar (MAR) vom Seikel-Team Avia (302 Runden) zu holen.

Das Team Phoenix Porsche Zentrum Koblenz siegt mit dem deutschen Fahrerquartett Uwe Alzen/Michael Bartels/Altfrid Heger/Bernd Mayländer beim 24 Stunden Rennen auf der Nürburgring-Nordschleife. Der private Porsche 911 GT3 R absolviert 145 Runden und stellt einen neuen Distanzrekord auf. Harald Becker/Meinhard Rittenmeier und Harald Grohs fahren mit dem 911 GT3 Cup auf den dritten Gesamtrang. 210 Fahrzeuge starten bei der Mammutveranstaltung, darunter 19 Porsche Sportwagen, von denen elf das Ziel erreichen.

Zahlreiche Porsche Kundenteams beherrschen mit ihren 911 GT3 R die seriennahe Klasse N der Internationalen FIA GT-Meisterschaft. Nach zehn Rennen teilen sich die französischen Fahrer Christophe Bouchut und Patrice Goueslard des Teams Larbre Compétition punktgleich Platz eins der Fahrerwertung. Auf den Rängen folgen Luca Riccitelli (ITA) und Michel Neugarten (BEL). Die gesamte Top Ten der Fahrerwertung wird von Porsche Piloten okkupiert.

Porsche Kunden gewinnen alle GT-Titel der American Le Mans Series und bescheren dem Werk mit zehn Siegen die GT-Markenmeisterschaft. In der Teamwertung ist Dick Barbour Racing, in Atlanta/Georgia beheimatet, mit acht Siegen bei elf Rennen am erfolgreichsten. Den GT-Fahrertitel holt Dirk Müller.

Mike Fitzgerald und Darren Law holen auf ihrem 911 GT3 R die Fahrerwertung der Grand American Road Racing-Meisterschaft. Ihr G&W Motorsport Team erringt den Team-Titel. Die Markenwertung ist Porsche dank des Erfolgs von Kundenteams ebenfalls nicht zu nehmen.

Drei Rennen von Saisonende kann der Brite Mark Sumpter mit einem 911 GT3 R den Sieg in der GTO-Klasse der BRDC GT-Meisterschaft für sich verbuchen. Sumpter ist nach sieben Siegen in den ersten neun Läufen 2000 der erste Privatfahrer, der eine Meisterschaft auf 911 GT3 R holt.

In Frankreich holen Luc Alphand und Louis Marques auf 911 GT3 R die nationale GT-Meisterschaft.

Das Team Taisan gewinnt mit einem 911 GT3 R die GT300-Klasse der JAF GT-Meisterschaft. Der Fahrertitel geht an den Taisan-Piloten Hideo Fukuyama.

Den Gesamtsieg im Porsche Pirelli Supercup sichert sich zum vierten Mal in Folge der Niederländer Patrick Huisman. Nach neun Rennen steht in Deutschland Jörg Bergmeister aus Langenfeld im Rheinland als neuer Gesamtsieger fest. In einem seiner stärksten Porsche Jahre gewinnt Christophe Bouchut zum vierten Mal nach 1994, `95 und `96 den Carrera Cup Frankreich.

Zum zweiten Mal in Folge geht der Porsche Cup in die Vereinigten Staaten, wo sich Mike Fitzgerald über die Auszeichnung für den erfolgreichsten Privatfahrer des Jahres freut.