Das erste Mal
Der 12. Juni 1970 war für Porsche der Beginn einer einzigartigen Erfolgsgeschichte in Le Mans. Das von Louise Piech an den Start gebrachte Porsche Salzburg Team holt mit einem 917 den ersten Gesamtsieg für Porsche. Mit dabei auch ein fünfköpfiges Mechaniker-Team von Porsche Salzburg.
1971 - Das Jahr des Dr. Marko
Dr. Helmut Marko zog 1971 mit einer extremen Leichtbauvariante des 917 Kurzhecks in die Schlacht und gewann sensationell das Rennen. Mit 222 km/h Durchschnittsgeschwindigkeit inkl. Boxenstopps stellte er einen neuen Rekord auf. Der 917 wird in Fachkreisen als das perfekte Rennfahrzeug gepriesen. Ferdinand Piech, die treibende Kraft dahinter verriet im Nachhinein: "Der 917 mit dem extremen Leichtbau war das Gewagteste meines ganzen Leben."
Das meist fotografierte Fahrzeug
Wie erwähnt, gewinnt Porsche im Jahr 1971 in Le Mans zum zweiten Mal. Und trotzdem schaffte es ein anderes Fahrzeug, noch mehr Aufmerksamkeit als das Siegerfahrzeug zu erregen. Ein pink lackierter 917 stahl dem Siegerauto die Show. Der Chef-Ingenieur verglich das Fahrzeug aufgrund seiner unüblichen Erscheinung aus einer Kombination aus einem 917 Kurz- und Langheck mit einem Schwein. Das pinke Schwein schaffte es nicht ins Ziel, war trotzdem die Sensation in Le Mans.
11 Runden Vorsprung
Im Jahr 1976 erfolgte das Debut für den Porsche 936. Ein Fahrzeug, dass großteils von bestehenden Porsche Komponenten gefertigt wurde. Trotz des Debuts bestand nie ein Zweifel am Sieg in Le Mans von Jacky Ickx und Gijs van Lennep. Mit 11 Runden Vorsprung verwiesen sie die Konkurrenz auf die Plätze.
Jacky Ickx schafft das Unmögliche
Das Rennen im Juni 1977 war eigentlich schon verloren. Der 936 mit Starpilot Jacky Ickx und auch der 935 waren aus dem Rennen. Blieb nur noch der Porsche 936 mit der Startnummer vier, pilotiert von Jürgen Barth und Hurley Haywood, der aber am Ende des Feldes lag. Jacky Ickx wurde für die verbleibenden Runden in den 936 Turbo abkommandiert und schaffte das Unmögliche. Mit durchgebranntem Kolben und nurmehr 5 Zylindern fuhr der 936 als Erster über die Ziellinie und sicherte Porsche den Sieg.
Ein spezielles Beast: Moby Dick
Das neue Rennfahrzeug lag um sechs Zentimenter tiefer als ein herkömmlicher 935. Mit dem langen Heck und einer beinahe geschlossenen Front war offensichtlich, dass es sich hierbei um ein spezielles Beast handelte: Moby Dick. Der 35 basierte auf einem 911 Turbo und brachte 750 PS auf die Straße. Er galt als eines der erfolgreichsten Porsche Rennfahrzeuge und war auf allen Rennstrecken in den 80ern gefürchtet.
Das Jahr der Rekorde
1982 kann getrost als das Jahr der Rekorde betrachtet werden. Porsche feierte nicht nur einen 5-fach Sieg, sondern gewann beinahe auch alle Klassen- und Sonderwertungen. Charakteristisch dabei ein Rennauto: der Porsche 956. Die Porsche Ingenieure hatten nur ein Jahr, um ein Rennauto von Grund auf neu zu bauen. Eine grandiose Leistung.
Erfolgreichstes Rennauto aller Zeiten
Der Porsche 956/962 fuhr zwischen 1982 und 1994 sagenhafte sieben Gesamtsiege ein. Unter den illustren Siegerpiloten sind Motorsport-Legenden wie Jochen Mass, Derek Bell, Stefan Bellof, Hans-Joachim Stuck und Jacky Ickx. Der 956/962 stieß in eine neue Ära vor.
Schnellste Qualifikationsrunde
Die schnellste Qualifikationsrunde konnte 1985 von Hans-Joachim Stuck auf einem Porsche 962 erreicht werden. Die damals 13,626 km lange Strecke wurde in 3:14,8 Minuten umrundet, was einem Schnitt von 251,815 km/h entspricht.
Ein echter 911
Der 911 GT1 holte für Porsche im Jahr 1998 den für lange Zeit letzten Gesamtsieg für Porsche in Le Mans. Danach zogen sich die Zuffenhausener mit dem Werks-Engagement zurück. Um Jahre später umso größer zurück zu kehren.
Sieg nach der Rückkehr
2014 kehrte Porsche wieder in den Top-Motorsport zurück: in die FIA WEC Langstrecken Weltmeisterschaft. Um bereits ein Jahr danach den 17. Gesamtsieg einzufahren. Mit einem Doppelsieg. Eine triumphale Rückkehr an die Spitze, die wohl nur wenige so schnell vermutet hätten.
Sieg am letzten Drücker
Lange Zeit ist es im Jahr 2016 ein Kopf an Kopf Rennen zwischen Toyota und Porsche. In der vorletzten Runde bleibt plötzlich der führende Toyota auf der Start-/Zielgeraden stehen und Porsche feiert einen nicht mehr geglaubten Sieg. Unfassbar. Der 18. Gesamtsieg von Porsche war an Spannung kaum zu überbieten.