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Fahrwerk

911 GT3

Fahrwerk

Es ist 9 Uhr morgens. Ein ganz gewöhnlicher Dienstag. Oder Mittwoch. Satte, grüne Hügel ringsum. Die Sonne kommt heraus. Ein schwäbisches Idyll.

Es wird durchbrochen von einem Erprober. Wie ein Strich zieht er über die Teststrecke von Weissach. Er fährt durch die Nordkurve, dann durch die Can-Am-Nord und die Bott-Schikane. Den Alten Hof? Lässt er links liegen. Im zweiten Gang durch die Flachter Spitze. Mit Highspeed auf die lange Gerade - die heiligen Hallen der Motorsportabteilung wischen am Seitenfenster vorbei. Und wieder geht es Richtung Nordkurve. Und wieder. Und wieder. Und das über Monate hinweg. So geht Feintuning.

Was nach Rennsport klingt, hat vor allem mit Philosophie zu tun. Weniger mit Platon, Hegel und Kant, aber immerhin doch mit der Abstimmungsphilosophie und dem Fahrwerk des neuen 911 GT3. Und auch das ist eine komplexe Angelegenheit. 

Denn unsere Ingenieure in Flacht haben dabei die gleichen Parameter angelegt wie im Motorsport. Technologietransfer ist bei Porsche eben kein Lippenbekenntnis.

Bis vor 10 Jahren war Lehrmeinung: Hauptsache, das Fahrwerk ist "bockelhart". Entsprechend straff wurden Federn, Stabilisatoren und Dämpfer ausgelegt. Aber hart heißt nicht immer gleich beste Performance. Wenn etwa die Strecke nicht topfeben ist, haben mit dieser Fahrwerkabstimmung nicht immer alle 4 Räder Grip. Und das heißt: weniger Traktion, weniger Querbeschleunigung, weniger Bremsleistung.

Zur weiteren Verbesserung der Fahrdynamik wurde das Fahrwerk des neuen 911 GT3 neu abgestimmt.

Ergebnis: eine hohe Nick-, Wank- und Spurstabilität sowie eine außergewöhnliche Lenkpräzision. Auch der Langstreckenkomfort kam nicht zu kurz. Dafür, meinen wir, lohnt es sich, ein paar tausend Extrarunden zu drehen.

Spur, Sturz, und Stabilisatoren lassen sich zudem individuell für den Rundstreckenbetrieb einstellen.